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Fairer Handel im Jugendhaus Burg Feuerstein (Ebermannstadt)

„Wir bekennen uns zu unserer Verantwortung für die Schöpfung und setzen dies im pädagogischen Angebot und im Betrieb unseres Hauses um.“
(aus dem Leitbild des Jugendhauses Burg Feuerstein)

Der „Einen Welt“ verpflichtet

Der Faire Handel hat seit über 25 Jahren einen festen Platz im Jugendhaus Burg Feuerstein. Jährlich wächst im Jugendhaus der Einsatz an fair gehandelten Lebensmitteln und auch der „Sonntagsverkauf“ hat einen stetig wachsenden Umsatz. Zudem wird bei vielen Großveranstaltungen, wie beim Festival religiöser Lieder, ein besonders attraktives Warenangebot präsentiert.

In der Kantine des Jugendhauses fällt es zuerst auf: Neben dem „klassischen“ Angebot an Schokolade, Chips und Eis können die kleinen und großen Gäste auch getrocknete Mangos, Bananenchips, Schokolade, Schokoriegel, Tee, Bonbons und Kunstgewerbe aus dem Fairen Handel kaufen. Hin und wieder werden in der Kantine auch kleine faire Schokotäfelchen zu Espresso und Milchkaffee auf den Unterteller gelegt - eine süße Verführung und gleichzeitig ein Hinweis auf den Fairen Handel.

Im Speisesaal werden nur fair gehandelte Bananen in den Obstkorb gelegt, zum Frühstück gibt es Popquins und Trinkschokolade aus dem Fairen Handel. Den größten Anteil an Lebensmitteln aus dem Fairen Handel auf Burg Feuerstein macht aber der Kaffee aus. Aktuell wird der biozertifizierte Café Bacico, speziell für Großverbraucher hergestellt, ausgeschenkt.

Der „Sonntagsverkauf“

Die Besucher der Sonntagsgottesdienste, die Teilnehmer und Leiter der Ferienkurse und des Festivals religiöser Lieder, aber inzwischen auch die Gäste bei Großveranstaltungen, kennen es seit Jahren: Nach dem Gottesdienst gibt es einen fairen Handelsverkauf. An den „normalen“ Sonntagen stehen zwei von der hauseigenen Schreinerei hergestellte Verkaufswagen im Vorraum der Oberkirche. Aus dem reichhaltigen Angebot ist für kleine und große Besucher immer etwas dabei. Besonders die unterschiedlichsten Kaffee-, Espresso- und Teesorten, Süßigkeiten und Gewürze lassen wenige Wünsche offen. Und immer wieder gibt es Neuheiten der Anbieter GEPA, El Puente und dwp. Neben der Möglichkeit, aktuelle Informationen und Kataloge über den Fairen Handel einzusehen, können hier auch Sonderbestellungen aufgegeben werden. Eine Besonderheit gibt es außerdem beim jährlichen Festival religiöser Lieder: Hier werden ausgewählte Musikinstrumente aus dem Fairen Handel präsentiert. An den Adventssonntagen gibt es schließlich immer eine breite Angebotspalette aus dem Bereich Kunstgewerbe. Besonders beliebt sind Krippen, Kerzen und Kerzenständer, Baumbehang, hochwertiges Brief- und Schreibpapier, handgefertigte Notizbücher, Holztiere und Kunstgegenstände aus Speckstein.

Vieles wäre nicht zu leisten, gäbe es nicht die verlässliche und dauerhaft gute Zusammenarbeit mit dem Eine-Welt-Laden, integriert im Welthaus in Fürth und dem Cadolzburger Weltlager „Cawela“. In Kooperation mit diesen organisiert die Burg Feuerstein zum einen den Einkauf fairer Produkte. Zum anderen gibt es hier auch Informationsmaterial, Hilfestellung bei besonderen Anfragen sowie die Möglichkeit zur Ausleihe von Literatur und Spielen.

Die Bildungsarbeit

Fairer Handel besteht nicht nur aus Verkauf, Werbung und Grundlageninformationen. Besonders bedeutend ist für das Jugendhaus die Bildungsarbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Deshalb beziehen wir unsere fair gehandelten Waren von Anbietern, die neben dem Handel auch Bildungs- und Projektarbeit leisten. Diese Aspekte stellen wir auch in unserer Bildungsarbeit dar.

Einige Beispiele für die Bildungsarbeit:

  • Inhaltliche Einheiten bei der Ausbildung von ehrenamtlichen Mitarbeitern und bei Gruppenleiterschulungen
  • Kurseinheiten zum Fairen Handel bei Jugendbildungsmaßnahmen und Orientierungstagen
  • Organisation und Verkauf mit Kursteilnehmern an den Sonntagsgottesdiensten, bei Ferienmaßnahmen, Orientierungstagen und Großveranstaltungen
  • Fairer Handel als Ausbildungsinhalte bei Praktikanten und FSJlern
  • Kooperation bei P-Seminaren mit dem Gymnasium Fränkische Schweiz
  • Bildungseinheiten zum Fairen Handel am Afrika-Tag der Realschule Ebermannstadt
  • Unterstützung und Beratung von Gastgruppen im Bildungsbereich
  • Vermittlung von Kontakten und Referentinnen im Bereich der Eine-Welt-Arbeit und dem Fairen Handel
  • Veranstaltungen und Aktionen für die Mitarbeiterinnen des Jugendhauses Burg Feuerstein


Welche Ziele gibt es für das Jugendhaus noch?

Auch in Zukunft wird sich das Jugendhaus Burg Feuerstein weiter für den Fairen Handel einsetzen. Zu den Zielen in diesem Bereich gehören:

  • Das Interesse für den Fairen Handel bei unseren Kursteilnehmern, Ehrenamtlichen und Gastgruppen zu fördern und damit auch im Bereich des Fairen Handels kirchlich und gesellschaftlich zu wirken
  • Eine Akzeptanz für weitere Waren aus dem Fairen Handel wie Bekleidung, Kunstgewerbe oder Gebrauchsgegenstände für Küche und Haushalt zu schaffen
  • Erweiterung des biozertifizierten Lebensmittelangebotes aus dem Fairen Handel im Rahmen der nachhaltigen Esskultur
  • Bildungsarbeit und Unterstützung von Ehrenamtlichen und Gastgruppen im Bereich Fairer Handel und Eine-Welt-Arbeit
  • Aktive Mitarbeit in der Steuerungsgruppe „Fair Trade Town“ Ebermannstadt
  • Kooperationen mit Schulen in der Bildungsarbeit wie P-Seminaren
  • Beteiligung an überregionalen und themenbezogenen Aktionen zum Fairen Handel
  • Eine Partnerschaft des Fairen Handels mit unserer Partnerdiözese Thiès im Senegal begründen

(Joannis Platis, Bildungsreferent im Jugendhaus Burg Feuerstein)

„Das Jugendhaus hat Leuchtturmcharakter für den Fairen Handel
und für eine fair handelnde Kirche insgesamt.“
(Andreas Schneider, Vorsitzender Eine-Welt-Laden Fürth)

„Es bereitet mir viel Freude, mit dem Kauf von Lebensmitteln etwas Gutes zu tun. Mit dem Anbieten der Lebensmittel aus dem Fairen Handel in unserem Jugendhaus habe ich nicht nur die Möglichkeit, die Landwirtschaft in den Erzeugerländern zu fördern, sondern kann zusätzlich soziale Projekte wie den Bau von Kindergärten vor Ort unterstützen. Diese Lebensmittel sind für mich daher, nicht nur aufgrund ihrer geschmacklichen Vielfalt, etwas Besonderes. Das möchte ich auch unseren Gästen gerne näher bringen.“
(Helga Lipfert, Hauswirtschaftsleitung Jugendhaus Burg Feuerstein)

„Die Seelsorge im Jugendhaus Burg Feuerstein setzt Schwerpunkte:
Sie sieht sich der Eine-Welt-Arbeit verpflichtet.
Sie schafft Bewusstsein für Schöpfungsverantwortung und für politische Wachsamkeit.“
(Pastorales Konzept Jugendhaus Burg Feuerstein)

„Fairer Handel ist gerade in einem Jugendhaus wichtig. Es geht darum, über den eigenen Tellerrand und Geldbeutel hinauszusehen und Zusammenhänge zu begreifen, die oft und gerne ausgeblendet werden. Gefragt sind Solidarität und Verantwortung für die Eine Welt.“
(Anton Schwarzmann, 1. Vorsitzender Diözesanjugendwerk Burg Feuerstein e.V.)