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Neues aus Ebermannstadt

Datum: Donnerstag, 23. Januar 2014

Jugend musiziert, die Alten klatschen

AUFFÜHRUNG: In der Ebermannstädter Musikschule tummeln sich einige vielversprechende Talente. Das Neujahrskonzert bewies es.

Ebermannstadt - Viel musikalisches Talent und Können offenbarten die jungen Solisten der Musikschule Ebermannstadt bei ihrem Neujahrskonzert. Derzeit unterrichten in der Musikschule 25 Lehrer über 600 Kinder und Jugendliche.
Für das Entrée sorgte das Kammerorchester unter der Leitung von Angela Leal-Rojas. Zu Gehör kam das Allegro aus dem Konzert in D-Dur von Antonio Vivaldi. Nach zwei Stücken der Orff-Gruppe des BRK-Heimes in Muggendorf, die damit den Lehrern der Musikschule Ebermannstadt für deren Unterstützung des Integrationsprojekts dankten, spielte das Gitarrenquartett mit Thomas Lipport das „Rondo tripla" von Tielmann Susato aus dem 16. Jahrhundert.

Im Anschluss daran ließen Anna Kraus und Esther Scheuring das „Halleluja Magnifikat aus der Gemeinschaft von Taize erklingen.

Obwohl er an diesem Tag seinen zwölften Geburtstag feierte, hatte es sich Moritz Schnell nicht nehmen lassen, mit seinem Akkordeon und der Volksweise „Der treue Husar" seinen Teil zum Neujahrskonzert beizutragen.

Ihm folgte von ein weiterer Vortrag des Gitarrenquartetts, das im 2/4-Takt einen „Calypso" anstimmte.

Einen mehr als gelungenen Beitrag steuerte Vanessa Spindler aus der Klasse von Alexander Ezhelev mit dem „Ungarischen Tanz Nr. 5" von Johannes Brahms bei. Sophia Schröder zelebrierte nach der im vergangenen Sommer bestandenen D3-Prüfung mit ihrem Euphonium das „Andante" aus dem Konzert für Euphonium.

Musik von Chopin

Das von Melanie Schauer ausgebildete Flöten-Trio ließ mit den bereits vielfach ausgezeichneten Preisträgern Carolin Grasser und Valeria Stein sowie mit Lisa Geißler das „Allegro in F-Dur" von Wolfgang Amadeus Mozart durch die Zuhörerreihen schweben.
Dem Komponisten Frédéric Chopin alle Ehre machte Johanna Pieger aus der Klasse M. Kysela, als sie am Klavier einen Walzer des großen polnischen Klavierkomponisten anstimmte. Josephina Sommer aus der Klasse von Cornelia Brand wagte sich mit ihrer Flöte an „Siciliana" von Georg Friedrich Händel heran.

Mit dem Stück „A la Albeniz" stellte in der Folge die von Elena Kysela ausgebildete Preisträgerin von „Jugend musiziert", Seraphina Schrödel, am Klavier ihr großes Talent unter Beweis.

Prächtiges Solo auf der Flöte

Ihr Vortrag wurde vielleicht nur noch getoppt vom Flöten-Solo Carolin Grassers, die das „Presto" von Marc Berthomieu spielte.
Die aus Pretzfeld stammende und von ihrem Lehrer Wojciech Grabietz sichtlich mit Wohlwollen beim Spielen betrachtete Anna Hack spielte „El Matador" von Joe Pinkl.

Dem Saxophon-Ensemble mit Elena Dicker, Jannis Krauß, Bernhard Geck und dem Leiter Johannes Raum, der als ehemaliger Schüler der Musikschule Ebermannstadt inzwischen vor seinem Abschluss an der Musikhochschule in Nürnberg steht, spendeten die Zuschauer ebenfalls den verdienten Applaus.

Nicht zuletzt bestätigten am Ende eines tollen Konzerts noch Michael Polster mit seinem von ihm selbst am Klavier begleiteten Song „Wie soll ein Mensch das ertragen?", aber auch die Schulband in der neuen Besetzung Nina Schwarzmayr (Gitarre), Antonio Depardon (Bass), André Sponsel (Schlagzeug), Bandleader Sascha Weibart (Gitarre) und Tim Bracard (Gesang) die wichtige Rolle, die der musikpädagogischen Einrichtung in Ebermannstadt seit Jahren bei der Entdeckung und Förderung begabter Jungmusiker zukommt.

KARL-HEINZ FRANK (FT)