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Neues aus Ebermannstadt

Datum: Mittwoch, 27. Juni 2012

Alles ganz normal?

Kinder begeistern mit Muscalstück von Kerstin Suft

Mit rauschendem Applaus und Zugaberufen endete die Aufführung des Musicals "Ein ganz normaler Tag, ... oder" in der Aula der Mittelschule in Ebermannstadt. Die Leiterin der Musical-Klasse an der städtischen Musikschule, Kerstin Suft, hat das Stück selbstgeschrieben und es dann mit 28 Musical-Kids einstudiert.

EBERMANNSTADT- Sowohl Bürgermeister Franz Josef Kraus als auch Rektor Eberhard Krieger hatten es sich nicht nehmen lassen, der Aufführung beizuwohnen. Die kleinen Darsteller zauberten mit der Mischung aus selbstentworfenen Textpassagen und Orginalhits weltbekannter Musicals eine erfrischend beschwingte Inszenierung auf die Bühne. Seit drei Jahren arbeitet Kerstin Suft, an der Berufsfachschule Sulzbach-Rosenberg zur Musical-Lehrerin ausgebildet, an der Musikschule in Ebermannstadt. Im März hat sie nun mit ihren Musical-Kids im Alter ab sechs Jahren damit begonnen, die Choreografie ihrer musikalischen Geschichte einzustudieren.

Im "fliegenden Bus"

Die Story beginnt mit schlafenden Kindern, die den neuen Tag mit dem Song "Guten Morgen, Sonnenschein" begrüßén, danach üben sie sich zu "Probier's mal mit Gemütlichkeit"in der Badezimmer-Hektik, um dann schnell das Frühstück einzunehmen und zum Lied "Der fliegende Bus" zum Schulbus zu eilen. Hier leitet Kerstin Suft in ihrer Geschichte über zur Schule: Die Kleineren machen mit ihren Trommeln die unterschiedlichsten Tiere nach und studieren danach einen Tanz für das Sommerfest ein, während für die Größeren schon wieder der Gong die Pause beendet. Die Kinder treffen sich schließlich zum Mittagessen, bevor die Kleinen ihr Dschungellied einüben, die Mittleren abspülen und die großen Schülerinnen schnell zu ihrem Computer wechseln und der Hit "Welt retten" erklingt. Sie werden aber vom Computer völlig vereinnahmt, ja sogar geschluckt und mutieren dann selbst in dieser "Cyperwelt" zu Robotern -zu den Klängen des Hits "Radio Gaga".

Immer im Takt

Da dauert es auch nicht lange, bis die ersten Mütter und Väter damit begannen, mit den Finger oder den Beinen den Takt des Hits mitzuklopfen, vor allem als zum Ende der Aufführung hin Songs wie "Another one bites to dust" von "Queen" oder aus dem Welt-Musical "Grease" der Evergreen "We go together" erklangen. Für die 31-jährige Musical-Pädagogin, die in Neunkirchen am Brand lebt und sowohl in der Big Band von Edmund Rolle, der Jugend- und Trachtenkapelle sowie in der Band "X-Large" singt, ist es ganz wichtig, dass ihre jungen Darsteller ohne Worte nur auf bestimmte Zeichen ihrer Lehrerin wie "Fingerschnippen" oder "bestimmte Kopfbewegungen" in ihrer Rolle vorwärts gelangen, sich aber ansonsten ganz ihrem Gefühl für die Situation hingeben und sich vom Klang der Musik leiten lassen. "seit den Osterferien haben wir mit den Proben begonnen, fing ich damit an, den Kleinen das Konzept zu verinnerlichen" erzählt Kerstin Suft. Dabei habe sie aber immer darauf geachtet, dass die Kinder nicht die Freude am Spiel verlieren. So könnte man jetzt den Erfolg von der letztjährigen Premiere wiederholen, den vorallem wohl die gelungene Mischung aus Singen, Tanzen und Schauspielerei ausmacht. Kerstin Suft ist mit riesiger Begeisterung bei der Sache und sie leitet außerdem noch den Ebermannstädter Nachwuchschor "Young Generation". Da bleibt natürlich nur noch wenig Zeit um bei einer fesselnden Lektüre einfach einmal auszuspannen oder sich ihrem großen Traum zu widmen - nämlich einmal mit allein ihren Schülern und Schülerinnen und einem großen Orchester ein Musical aufzuführen. Weil aber bei aller Passion auch der Broterwerb nicht zu kurz kommen darf, gibt Kerstin Suft an der Musikschule in Nürnberg auch noch einzelunterricht in Gesang. Daneben leitet sie an der städtischen Musikschule in Ebermannstadt den Musicalkurzs, für den Eltern ihre Kleinen ab etwa sechs Jahren unter Telefon (09194) 50627 oder auch im Internet unter   www. musikschule.ebermannstadt.de anmelden können.

 

Karl-Heinz Frank , NN