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Neues aus Ebermannstadt

Datum: Mittwoch, 12. Dezember 2012

Zeichen für Gleichklang Am 12.12.12 gibt es keinen Ansturm aufs Standesamt

Heute ist zwar Mittwoch, aber immerhin eine Art „Schnapszahl": der 12.12.12.

Ein Datum von der Gattung, dass man da gerne den Geburtstag des Freundes oder der Freundin hätte, um ihn nicht zu vergessen. Oder aber ein Tag, an dem man heiraten möchte, um sich den Hochzeitstag leichter merken zu können. Man will ja keinen Ärger mit dem Partner respektive der Angetrauten wegen des „verschwitzten" Hochzeitstages.

Die NN fragten Ebermannstadts Bürgermeister Franz Josef Kraus, der auch Trauungen vornimmt.

Herr Kraus, rennen Ihnen heute die Heiratswilligen die Türen ein?
Franz Josef Kraus: So schlimm ist es nicht. Für heute haben sich zwei Brautpaare zur Trauung angemeldet. Das klingt nicht nach viel, ist aber schon eine Ausnahme. Erstens haben wir sonst im Advent sehr wenige Vermählungen, und wenn, eher an den Samstagen. Die zwei Trauungen hängen sicher mit dem Datum 12.12.12. zusammen.
Geben Sie den Paaren heute irgendetwas Besonderes mit auf den Weg?
Franz Josef Kraus: Zuvorderst, die Absicht ist immer wichtig, dass man eine Ehe ernsthaft und mit Respekt eingeht. Aber es ist schon etwas Besonderes im Winter zu heiraten. Ein gutes Zeichen, dass man zusammenrückt, als würde man sagen: „Uns kann die Kälte nichts anhaben, wir wärmen uns gegenseitig." Natürlich ist auch das Datum außergewöhnlich, ein Hinweis auf den Gleichklang. Eine Vermählung findet übrigens in Burggaillenreuth und eine im Ebermannstädter Rathaus statt.
Wie merken Sie sich ihren Hochzeitstag?
Franz Josef Kraus (lacht): Das ist ganz einfach. Ich habe am 7.7.77 geheiratet. Um 10 Uhr am Standesamt in Pretzfeld, um 11 Uhr in der Marienkapelle Ebermannstadt kirchlich. Das kam so: Ein Bekannter fragte mich Ende 1976, wann denn meine Freundin und ich heiraten würden. Und ich habe spontan gesagt: Am 7.7.. Das Datum habe ich bis jetzt noch nie vergessen.

DIETER KÖCHEL (NN)