Die Tragödie von Gaiganz

Die Tragödie von Gaiganz

Am 21. Mai 1933 wurde auf dem Hetzlas, wie an vielen anderen Orten in der Fränkischen Schweiz auch, eine „Hitlerlinde“ gepflanzt. Diese Aktion war mit einem Fest, auf dem reichlich Bier floß, verbunden. Am Abend trafen die beiden Hauptakteure, der in Gaiganz arbeitende und aus Neuses-Poxstall stammende Knecht Lorenz Schriefer und der SA-Mann und Malergeselle Josef Wiesheier vor dem Kammerfenster von Schriefers Freundin erneut aufeinander, wobei die folgende Schlägerei für Wiesheier einen tödlichen Ausgang nahm.
Nachdem Schriefer Mitglieder der Bayernwacht war, instrumentierten die Nationalsozialisten das Delikt zu einem politisch motivierten Mord. Es kam zu erbitterten Auseinandersetzungen zwischen der, der BVP nahestehenden Bevölkerung von Gaiganz und einigen NSDAP-Funktionären aus Kunreuth und Gräfenberg.
Ein tragisches Beispiel für politisch instrumentalisierte Ereignisse mit Folgen, die in totalitären Systemen von weiten Teilen der Bevölkerung ertragen werden mussten.

Vortrag, Toni Eckert

Hasenbergzentrum, Feuersteinstr. 11, Eintritt frei

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Datum

21. Januar 2027
19:30 Uhr

Veranstaltungsort

Veranstaltungssaal Hasenbergzentrum, Feuersteinstraße 11a, 91320 Ebermannstadt

Kosten

Eintritt frei

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