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Gemeinsam für die Zukunft des Landlebens:
Die ILE „Fränkische Schweiz AKTIV“

Siedlungsentwicklung, Nahversorgung, Tourismus, medizinische Versorgung und mehr  - Ebermannstadt arbeitet gemeinsam mit elf weiteren Gemeinden zum Wohle der Region an Themen rund um die Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE). Nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stärker“ gründeten neben Ebermannstadt auch Gößweinstein, Kirchehrenbach, Kunreuth, Leutenbach, Pinzberg, Pretzfeld, Unterleinleiter, Waischenfeld, Weilersbach, Wiesenthau und Wiesenttal zu Beginn des Jahres 2017 die ILE „Fränkische Schweiz AKTIV“.

Gründungsurkunde


Bisherige Aktivitäten und Tätigkeitsfelder der ILE „Fränkische Schweiz aktiv"

Nach einer intensiven Vorbereitungsphase unterzeichneten die zwölf Bürgermeister der Mitglieds-gemeinden am 15. Februar 2017 die Gründungsurkunde der ILE „Fränkische Schweiz aktiv. In den darauf folgenden Monaten untersuchten Fachbüros die Vitalität der Ortstrukturen um ein Entwick-lungskonzept für das weitere Vorgehen zu erstellen. Dieser sogenannte „Vitalitätscheck" stellt die Grundlage für die Handlungsansätze rund um die städtebauliche Entwicklung der ILE-Mitglieder dar. Auf Basis einer Datenbank werden Bedarf und Potentiale für die Entwicklung im Stadtgebiet ausgearbeitet um einen Bebauungsplan aufstellen zu können. Somit können die Gemeinden nun tagaktuell prüfen, welche Entwicklungsmöglichkeiten sie haben.

Beim Auftakttreffen der Gemeinderäte am 19. Juli 2017 wurden die Stärken und Schwächen einer jeden Gemeinde offen angesprochen. Wo kommen wir her? Wo stehen wir? Wo wollen wir hin? Diese Fragen galt es, zu beantworten um sich auf künftige Anforderungen vorzubereiten. Jede Mitgliedsgemeinde stellte dabei die eigenen Stärken und Schwächen sowie Projekte vor und analysierte, wie ihre Ortschaft von einer umfassenden Zusammenarbeit profitieren könnte. Auch das weitere Vorgehen im Planungsprozess des ILEKs wurde erläutert. Ausführliche Informationen zu den Diskussionsinhalten und Ergebnissen der Auftaktveranstaltung können Sie dem folgenden Dokument entnehmen:

19.07.2017: Dokumentation Auftaktveranstaltung

Besonders wichtig ist den zwölf Mitgliedsgemeinden die Einbindung der 30 000 Bürgerinnen und Bürger in der Region. Beim Allianz-Café in Pretzfeld im Oktober wurde ihnen die Möglichkeit geboten, sich aktiv in die Gestaltung der Zukunft ihrer Region einzubringen. So hatten beispielsweise Schüler des Gymnasiums Fränkische Schweiz einen Fragebogen entwickelt, der an Schüler aus der Region gerichtet war. Dabei ging es darum, herauszufinden, wie zufrieden die Jugend mit den Angeboten in der Region ist und ob sie sich eine Zukunft in der Heimat aufbauen wollen. Auch Ideen zu Themen wie Verkehr, Tourismus, Siedlungs- und Innenentwicklung, Wirtschaft und Gewerbe wurden gesammelt und diskutiert. Ausführliche Informationen können Sie der Dokumentation zur Bürgerbeteiligung beim Allianz-Café entnehmen:

21.10.2017: Dokumentation_Allianz-Café

Ein weiterer Bereich mit dem sich die ILE „Fränkische Schweiz aktiv" beschäftigt, ist es, stärker und effizienter im touristischen Bereich zusammenzuarbeiten. Bei einer gemeinsamen Exkursion in die Schwäbische Alb konnten sich die ILE-Mitgliedsgemeinden einen Überblick darüber verschaffen, wie ähnliche Regionen in diesem Bereich tätig sind. Dabei besuchten sie unter anderem das Biosphärezentrum Schwäbische Alb und das Zentrum für Natur, Umwelt und Tourismus in Münsingen.

Bei der Klausurtagung in der Franziskushöhe in Lohr im November ging es darum, den aktuellen Planungsstand zu diskutieren, Ergebnisse vorzustellen und die Eindrücke aus den bisherigen Aktivitäten auszuwerten. Differenzen und Konflikte wurden dabei ebenso angesprochen wie Übereinstimmungen und Gemeinsamkeiten. Dadurch konnten Prioritäten herausgearbeitet und eine Agenda 2030 erstellt werden. Die ILE „Fränkische Schweiz AKTIV" wird damit auch weiterhin für die Zukunft unserer Region eintreten.

24./25.11.2017: Ergebnis der Klausurtagung: Maßnahmen

24./25.11.2017: Präsentation der Planungsbüros

Im Februar 2018 haben sich die Fachbehörden zu den geplanten Maßnahmen der ILE abgestimmt. 

06.02.2018: Dokumentation: Abstimmung der Fachbehörden

06.02.2018: Präsentation der Planungsbüros

06.02.2018: Präsentation der Stadtwerke Ebermannstadt

Was ist ILE?

Die ILE „Fränkische Schweiz aktiv" ist nicht die erste ihrer Art. Viele Gemeinden, die wirtschaftlich oder räumlich zusammenhängen, beschließen sich dazu, das Kirchturmdenken aufzugeben um gemeinsam ihre Region weiterzuentwickeln. Eine ILE ist also eine Integrierte Ländliche Entwicklungsgemeinschaft, die das Ziel verfolgt, ein gemeinsames Wirken von Akteuren in der Region zu erreichen. In Zusammenarbeit mit dem Amt für Ländliche Entwicklung soll so der ländliche Raum gestärkt und weiterentwickelt werden. Das Prinzip ist dabei recht simpel: Nachdem regionale Stärken und Schwächen analysiert werden, definiert man Handlungsansätze und Entwicklungsziele für die Region. Die konkreten Maßnahmen und Projekte werden dann gemeinsam mit der Bevölkerung und anderen Akteuren umgesetzt. Denn ILE kann nur gelingen, wenn der Prozess von den Menschen vor Ort mitgetragen wird.
Integrierte Ländliche Entwicklung steigert die Lebens- und Standortqualität in der Region und gibt damit Entwicklungsimpulse für jede Einzelgemeinde sowie für den Gemeindeverbund. Ohne die eigene Identität einzelner Gemeinden aufzugeben, erarbeitet die Kooperation gemeinsame Lösungen zu aktuellen ökonomischen, ökologischen oder sozialen Anforderungen. Vielfach werden zudem Einsparmöglichkeiten für zukunftsweisende Synergiemaßnahmen erschlossen, die wirtschaftlich und nachhaltig nur gemeinsam geplant und ausgeführt werden können.

Warum ILE?

Jede Ortschaft hat ihre eigenen, individuellen Stärken und Schwächen – sei es die natürlichen Standortbedinungen, die wirtschaftliche Situation oder die Infrastruktur betreffend. Heute sind viele Regionen vom demographischen Wandel betroffen, niedrige Geburtenraten führen zu einer schrumpfenden Gesellschaft. Und durch die steigende Lebenserwartung nimmt der Anteil an älteren Menschen zu. Hier setzt das Konzept der integrierten ländlichen Entwicklung an. ILE baut auf den bereits vorhandenen regionalen Ausgangsbedinungen und Potentialen auf und profitiert dabei vom Know-how der örtlichen Bevölkerung. Im Mittelpunkt steht dabei stets eine enge Partnerschaft zwischen Verwaltung und Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, Bürgerinnen und Bürgern. Statt Lösungen für einzelne Sektoren zu suchen, werden dynamische, langfristige und sektorenübergreifende Ansätze entwickelt um auf allen Ebenen eine gemeinsame Entwicklungsstrategie einführen zu können.

Daten und Fakten

Vorstand „Fränkische Schweiz AKTIV" e. V.
Christiane Meyer, 1. Bürgermeisterin Ebermannstadt (Vorsitzende)
Hanngörg Zimmermann, 1. Bürgermeister Gößweinstein (stv. Vorsitzender)
Bernd Drummer, 1. Bürgermeister Wiesenthau (Beisitzer)
Edmund Pirkelmann, 1. Bürgermeister Waischenfeld (Beisitzer)
Einwohneranzahl der ILE-Gemeinden: 31.028 (31.12.2015)
Einwohnerdichte: 99 Einwohner pro km2
Fläche: 313 km2 (größer als Landkreis Fürth, vergleichbar mit drittgrößer Stadt in Deutschland – der Landeshauptstadt München)
Lage: überwiegend im nordöstlich Teil des Landkreises Forchheim – ergänzt durch die Stadt Wai-schenfeld (Landkreis Bayreuth), im Osten befindet sich das Wirtschaftsband A9 mit 18 Mit-glieds-gemeinden, im Norden die ILE „Rund um die Neubürg" mit 10 Mitgliedsgemeinden, im Westen die ILE „Regnitz-Aisch" mit 4 Mitgliedsgemeinden